Königsdisziplin Kurve

Die gecarvten Schwünge nach links oder rechts sind der ultimative Kick des aktiven Autofahrens. Wir erklären, warum die Kurve die Königsdisziplin des aktiven Autofahrens ist.

Was macht den Spaß am Auto fahren wirklich aus? Reduziert man die Frage radikal auf das Thema Fahrspaß, so kann man sich zügig darauf verständigen, dass die meisten Straßen oder Rennstrecken, auf denen wir uns lustvoll fortbewegen, aus zwei Grundelementen bestehen – aus Geraden und aus Kurven.

Die Welt als Kurve
Geradeaus kann jeder, aber erst mit der Kurve wächst die herrliche Komplexität des Fahrens. Wer versucht, Kurvenarten zu typologisieren, erkennt die Endlosigkeit der Kombinationsmöglichkeiten: Es gibt Kurven, die nach außen hängen oder nach innen abfallen, zumachende und aufmachende, Steilkurven und Spitzkehren oder Kurven mit mehreren Scheitelpunkten. Dazu alle erdenklichen Radien. Jede Kurve ist eine neue Herausforderung – das nennen wir Fahrspaß.

Kurvenfahrt stellt hohe Ansprüche an den Fahrer
Um eine Kurve korrekt zu befahren, muss der Fahrer über ein gerüttelt Maß an Fahrtechnik verfügen – Anbremspunkt, Einlenkpunkt, Scheitelpunkt, Ablösepunkt und Linienwahl. Die Kurvenfahrt stellt hohe Ansprüche an die koordinativen Fähigkeiten des Fahrers, weil in rascher Abfolge gebremst, heruntergeschaltet und eingelenkt werden muss – hier wird Fahrtechnik zur Fahrkunst. Als weitere Einflussgröße kommt die Fahrbahnbeschaffenheit hinzu: Asphalt, Schotter oder Matsch?

Die Jahreszeiten können den Untergrund verändern: Im Herbst kann nasses Laub den Piloten überraschen, im Winter Eis oder Schnee. Dazu die grundsätzliche Unterscheidung: Fahren wir auf der abgesperrten Rennstrecke ohne Gegenverkehr oder bewegen wir uns auf der öffentlichen Straße, wo wir tunlichst nicht am Limit fahren, sondern eher von der genussvollen Kurvenfahrt reden, zum Beispiel auf alpinen Passstraßen oder auch aufregend geformten Landstraßen.

Das Auto als Werkzeug für die Kurve
Und schließlich spielt das Auto als Einflussgröße bei der Kurvenfahrt eine wichtige Rolle: Heckmotor, Mittelmotor oder Frontmotor? Je nach Konzept können Linienwahl und Fahrtechnik stark differieren. Frontantrieb, Heckantrieb oder Allrad? Wieder muss die Fahrtechnik an das Konzept angepasst werden.

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